Willkommen zur Wintersonnenwende diesen Jahres!

 

Willkommen zur Wintersonnenwende diesen Jahres!

 

Von Petra Kühne, Redaktion Eppstein:

Auch wenn wir nun in der tiefsten Dunkelheit angekommen sind und uns eine kalte frostige Zeit noch bevorsteht, so begrüßen wir doch diese längste Nacht des Jahres, denn in ihr wird das neue Licht wiedergeboren. Die Sonne beginnt einen neuen Jahreskreislauf.

Deshalb ist es ein Fest der Freude – nicht so sehr der sinnlichen Freude wie bei der Sommersonnenwende, wenn die Natur sich in ihrer grünsten und blühendsten Pracht zeigt und wir von Wärme und Sonnenlicht durchdrungen nach Außen streben, - sondern vielmehr eine spirituelle Freude, denn inmitten der Dunkelheit und Kälte lebt in unserem Geist das Wissen, dass das Licht in den kommenden Tagen mehr und mehr da sein wird.

 

Wir zünden Kerzen an, um uns in der Zeit vor Jul dran zu erinnern und uns auf die Ankunft des Lichtkindes vorzubereiten. Es ist ein Fest der Vorfreude inmitten der Stille der Natur, die Äste kahl, die Seen gefroren und die Saat tief verborgen in der kalten Erde ruhend.

Es ist eine spirituelle Freude, weil wir in dieser Zeit erfahren können, wie sehr wir Teil der Schöpfung sind und uns im Einklang mit dem Wandel der Schöpfung befinden.

 

Der Naturkreislauf ist ein schillernder Spiegel unserer selbst. Was siehst du in den weißen, silbrigen und grauen Tönen des Winters?

 

Wir erkennen, dass der Rückzug der Natur in die Stille keinen Stlllstand bedeutet, kein Ende, keinen Tod, sondern dass die Lebenskraft immer gegenwärtig ist, auch wenn sie nicht sichtbar ist. Und wenn Kälte und Dunkelheit uns den eigenen Rückzug ins Innere antreten lassen, haben wir Gelegenheit zu erfahren, dass unsere Lebenskraft ebenfalls immer präsent ist, auch wenn sie sich nicht im Tun manifestiert, sondern im reinen Sein präsent ist.

 

Die Saat liegt in der kalten Erde verborgen, unsichtbar, aber der Keim für künftiges blühendes Leben. Welche Saat liegt in dir verborgen?

 

Nimmst du deine Lebensenergie und Inspiration wahr, die Saaten deiner Entfaltung und Erfüllung, auch wenn sie sich nicht äußern?

 

Nimmst du wahr, - so wie der Baum seine Lebenskraft für die künftige Fülle grüner Blätter ganz in die eigene Tiefe herabzieht, dass auch du manchmal erschöpft und leer, stagnierend erscheinen magst, und doch dein ganzes Potential in dir ruht, um zu erblühen, wenn die Zeit dafür gekommen ist?

 

Haben wir wie der ergrünende Baum eine Bestimmung?

 

Wenn wir die Melancholie des Herbstes, die mit dem Vergehen der Farben und des Lichts einhergeht, überwunden haben und uns auf die Stille der Julzeit einlassen, den Lärm der Welt um uns herum und in unseren Köpfen verklingen lassen, uns vertrauensvoll in unsere eigene Stille sinken lassen und horchen, dann vernehmen wir vielleicht die feine Stimme der Intuition, unseres Höheren Selbsts, der Göttin, die uns den Weg weist.

 

Vertrauen wir darauf, dass Licht und Dunkelheit in uns genauso im Wandel sind wie im Naturkreislauf, dann mag es uns auch gelingen zu sehen, dass selbst wenn wir von Negativität durchdrungen sind wie in einer Nacht des Herzens, immer auch unser inneres Licht da ist, um in Liebe, Mitgefühl, Freude wieder aufzuleuchten, um zu wachsen und zu gedeihen und in die Welt hinaus zu erstrahlen.

 

Inmitten der winterlichen Dunkelheit ist dies das Geschenk des Sonnenwendfestes: Die Sonne wird immer wieder unsere lächelnden Gesichter erwärmen, unser inneres Licht wird immer wieder unsere Herzen erwärmen.

 

Die Welt ist im Wandel. Wir können nicht entscheiden, was geschieht, wir können nur entscheiden, was wir hineigeben. Geben wir unser inneres Licht hinein.

 

Petra LeFaye

 

 

 

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